Kunsttherapie

Patientengespräch mit Kunsttherapeutin
Bilder dienen als diagnostisches Mittel

Als nonverbale Therapieform bietet sich die Kunsttherapie insbesondere in Bereichen an, in denen der Mensch einen Sprachausdruck ,verweigert’ (sei es aus emotionalen oder anderen Gründen) oder diesem nicht mehr, bzw. noch nicht zugänglich ist. Im Bild können notwendige Voraussetzungen geschaffen werden, sprachliche Seiten des Menschen zu aktivieren. Kunsttherapie dient somit der Förderung des Kommunikations- und Interaktionspotentials.

 

Im kunsttherapeutischen Kontext werden Bilder ebenso als diagnostisches Mittel eingesetzt, um persönliche Probleme zu erkennen, als auch, um positive Entwicklungspotentiale zu bestimmen. Somit kann an die durch ein Bild ersichtlich gewordenen Ressourcen des Menschen angeknüpft werden, um ihn in seiner weiteren Entwicklung zu stabilisieren und zu fördern. Kunsttherapie bietet eine ganzheitliche Möglichkeit, den Menschen zu behandeln, sowohl durch sinnliche als auch geistige Erfassung und Verarbeitung von individuellen Themen. In der Begegnung mit dem eigenen Bild, das Ausdruck von bewussten oder unbewussten Gefühlen und Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten ist, bietet die kunsttherapeutische Intervention eine Basis zur Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit. Sie trägt des Weiteren zur Entwicklung von Identität und Autonomie bei. Der Mensch erlernt kreative Einstellungen und erfährt schließlich durch die künstlerische Betätigung eine Stabilisierung des Selbstvertrauens.

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